Alter und Schuppen

Kopfhaut mit Schuppen
 
F: In welchem Alter bekommt man Schuppen?
 
A: Schuppen sind ein häufiges Kopfhautproblem, bei dem sich weiße oder gelbliche Hautschuppen lösen. Das kann von Juckreiz und einer leichten Rötung begleitet sein. Schuppen sind weder ansteckend noch ein Zeichen mangelnder Hygiene, können aber ganz schön hartnäckig und unangenehm sein.
 
Schuppen beginnen häufig in der Pubertät, meist im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Wann es genau losgeht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Besonders häufig treten sie im Teenageralter und im frühen Erwachsenenalter auf und der Höhepunkt liegt zwischen 15 und 50 Jahren.
 
Männer sind wegen ihres höheren Androgenspiegels etwas häufiger betroffen als Frauen. Nach dem mittleren Lebensalter werden Schuppen oft seltener, da die Kopfhaut weniger Talg produziert. Einige ältere Erwachsene haben aber weiterhin damit zu tun.
 

Warum Schuppen um die Pubertät herum entstehen

Der Hauptgrund dafür sind hormonelle Veränderungen (besonders der Anstieg von Androgenen). Sie regen die Talgdrüsen dazu an, mehr Öl (Talg) zu produzieren.
 
Wenn diese Drüsen zu viel Talg bilden, ist das die ideale Umgebung für einen natürlichen Hefepilz namens Malassezia. Bei den meisten Menschen lebt er völlig harmlos auf der Haut. Wenn du jedoch zu Schuppen neigst, ernährt sich dieser Pilz von den Fetten deiner Kopfhaut und bildet dabei Fettsäuren wie Ölsäure.
 
Bei empfindlicher Haut dringt die Ölsäure ein, stört die Hautbarriere und löst Entzündungen aus. Das beschleunigt die Erneuerung der Hautzellen. Die abgestorbenen Zellen verklumpen zu sichtbaren Schuppen, und der Talg sorgt dafür, dass sie an den Haaren kleben bleiben und noch mehr auffallen.
 

Schuppen vor der Pubertät

Bei Säuglingen gibt es eine verwandte Form: den sogenannten Kopfgneis, der fettige, gelbliche Schuppen verursacht. Dahinter stecken verbleibende mütterliche Hormone, die die Talgdrüsen des Babys anregen. Das unterscheidet sich von normalen Schuppen und verschwindet nach einigen Monaten von allein.
 
Ältere Kinder bekommen nur selten echte Schuppen, da ihre Talgdrüsen vor der Pubertät noch nicht voll aktiv sind.
 
Schuppen auf der Kleidung
 

Faktoren, die zu Schuppen beitragen

Schuppen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Einflüsse. Malassezia, empfindliche Haut und Talg sind die Hauptursachen, aber diese Faktoren bestimmen mit, wie stark die Schuppen auftreten:
 
• Genetik: Deine Gene spielen eine große Rolle. Sie beeinflussen die Hautbarriere und dein Immunsystem. Deshalb kommen Schuppen in manchen Familien häufiger vor.
 
• Stress: Ob mentaler Stress (wie Prüfungsangst oder Arbeitsdruck) oder körperlicher Stress (Krankheiten, Schlafmangel): Er verursacht Schuppen zwar nicht direkt, kann aber Entzündungen fördern und Schübe auslösen. Viele merken, dass sich die Kopfhaut beruhigt, sobald die stressige Phase vorbei ist.
 
• Kaltes, trockenes Wetter: Im Herbst und Winter verschlimmern sich Schuppen oft. Kälte und trockene Heizungsluft fördern zwar nicht den Pilz, entziehen der Kopfhaut aber Feuchtigkeit. Die Hautbarriere wird dadurch geschwächt und anfälliger.
 
• Falsches Waschverhalten: Zu seltenes Haarewaschen verursacht zwar keine Schuppen, sorgt aber dafür, dass sich Talg, abgestorbene Hautschuppen und Abbauprodukte des Pilzes ansammeln. Dadurch werden die Schuppen sichtbarer und jucken mehr. Wenn du zu Schuppen neigst, hilft regelmäßiges Waschen (am besten mit einem Anti-Schuppen-Shampoo), um überschüssigen Talg und Schuppen sanft zu entfernen.
 
Diese Antwort dient nur zu Informationszwecken. Für medizinischen Rat oder eine Diagnose wende dich bitte an einen Arzt.
 
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Siehe auch: Kopfhautprobleme