Kopfläuse
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In der Vergangenheit waren Kopfläuse vornehmlich ein Problem, welches bei Kindern aus Familien unterer sozialer Schichten anzutreffen war. Wie auch immer, heutzutage sind Kopfläuse ein Problem, das sich über soziale Schranken hinwegsetzt.. Ob arm oder reich, die ganze Spannbreite sozialer Schichten ist betroffen wenn es sich um Kopfläuse handelt. Warum also bekommen nun so plötzlich mehr Kinder Läuse? Es hat sehr viel mit den Aktivitäten zu tun, denen unsere Kinder heutzutage nachgehen.
So sind sie nicht nur in der Schule zusammen, sondern auch beim Fußball, Turnen, Tanzen, in der Kindertagesstätte und so weiter. Kinder sind für gewöhnlich in ihrer Freizeit in viele Aktivitäten eingebunden. So gibt es für sie neben der Schule viele weitere Möglichkeiten sich gegenseitig anzustecken. Daneben werden Läuse immer resistenter gegen viele der hierzulande erhältlichen Produkte zur Bekämpfung von Kopfläusen. Häufig wird auch durch eine falsche Anwendung des jeweiligen Produktes der Kopf nicht völlig von Läusen befreit. Das Ergebnis ist, dass die Kopfläuse noch stärker bzw. resistenter werden.
Es scheint jedoch als ob Mädchen, besonders diejenigen mit langem Haar, anfälliger für Kopfläuse sind als andere Kinder. Der Grund liegt darin, dass Mädchen generell mehr Körperkontakt miteinander pflegen und es lieben sich schick zu machen. Umarmungen mit anderen Mädchen gehören genauso dazu, wie das Tauschen von Kämmen oder Bürsten. Ein weiterer Grund dafür warum langes Haar anfälliger für Lausbefall ist, ist einfach der, dass es auch anfälliger dafür ist mit anderem Haar in Kontakt zukommen. Das schließt natürlich auch Harr ein, das von Läusen befallenen ist. Ein weiteres Problem ist, dass es auch sehr viel schwieriger ist langes Haar, wenn es einmal befallen ist, effektiv zu behandeln. Daher kehren auch viele Mädchen, die mit langem Haar in die Sommerferien entlassen wurden, nach einer Lausbehandlung mit ... nun, nicht mehr so langem Haar wieder in die Schule zurück.
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Die gute Nachrichte ist, dass eine Laus nur etwa 30 Tage lebensfähig ist. Die schlechten Nachrichten sind jedoch, dass sie in dieser Lebensspanne von etwa 30 Tagen bis zu 100 Eier legen kann. Und ich kann Ihnen unter Garantie versichern, dass bei einer normalen Kopflausinvasion mit mehr als nur einer weiblichen Laus zu rechnen ist. Ich überlasse es Ihnen es sich auszurechnen aber es ist schon etwas beängstigend, oder? Also lassen Sie uns jetzt lieber über Vorbeugemaßnahmen reden, so dass die kleinen Larven gar nicht erst die Chance bekommen zu schlüpfen.
Der erste Schritt besteht darin das Problem zu erkennen. Nissen sind glatt und von einer ovalen Form. Sie wurden von der Laus fest an die Seiten des Haarschafts geklebt und können eine gräulich bis weiße oder auch eine braune Farbe haben. Grundsätzlich sind sie ein wenig kleiner als Sesamkörner und haben immer die gleiche Form, was Ihnen hilft sie von anderen eventuellen Abnormitäten im Haar zu unterscheiden. Der einfachste Weg das Haar Ihres oder Ihrer Kleinen von Läusen zu befreien, ist es die Nissen zu entfernen. Am besten eignet sich hierfür ein sehr feinzackigen Läusekamm, der speziell hierfür gedacht ist. Nötig sind außerdem sehr viel Geduld und mühsame Arbeit.
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Grundsätzlich gilt jedoch, der einfachste Weg Läuse loszuwerden ist sie erst gar nicht zu bekommen. Um einem Lausbefall vorzubeugen, erklären Sie Ihren Kindern, dass sie ihre Anziehsachen und Kämme nicht mit ihren Schulfreunden tauschen sollen. Wenn einer Ihrer Lieben einmal mit Läusen nach Hause kommen sollte, dann heißt es Schritt für Schritt vorzugehen. Zunächst sollten Sie, wie zuvor beschrieben, die Läuse entfernen. Danach, um einer gegenseitigen Ansteckung vorzubeugen, ist der einfachste und sicherste Weg einmal gründlich staubzusaugen – das schließt die mit Stoff bezogenen Möbelstücke genauso ein, wie Plüschtiere und Teppiche. Sind Nissen und Läuse einmal vom Kopf Ihres Wirts entfernt, können sie nur etwa 24 Stunden ohne diesen überleben. Zum einen liegt das daran, dass ihnen die nötige Wärme zum Brüten bzw. Schlüpfen fehlt. Zum anderen fehlt Ihnen so aber auch die erste nötige Blutnahrung.
Da Sie jetzt alles über Läuse wissen, können Sie sich selbst mit Stolz einen Lausexperten und Nissensammler nennen und Ihr Wissen in die Tat umsetzen, sollte es einmal nötig sein.
©Hairfinder.com