Sanfter Schnurrbart

Mann mit Schnurrbart und seine Frau
Bild: Phovoir/Shutterstock
F: Mein Mann trägt schon einen Schnurrbart, seit er 18 ist. Mittlerweile ist er 52. Er hat ihn nur ein einziges Mal abrasiert und ich habe es gehasst. Er hat einfach keine Oberlippe! Jetzt, wo er älter wird, sticht sein Schnauzbart so extrem, dass ich ihn kaum noch küssen mag. Es fühlt sich an wie kleine Nadeln in meinem Gesicht und an meiner Nase. Wie kann er seinen Schnurrbart wieder weicher machen?
 
A: Ich kann deine Zwickmühle absolut nachvollziehen. Ich trage selbst einen Schnauzbart und musste mir auch schon so einiges anhören, wenn meine Barthaare zu borstig wurden.
 
Du musst bedenken: Schnauzbärte funktionieren genauso wie das restliche Haar am Körper. Sie brauchen die richtige Pflege und das passende Conditioning, damit sie geschmeidig bleiben. Die meisten Männer seifen ihr Gesicht einfach mit dem erstbesten Reiniger ein und waschen ihn direkt wieder ab. Für sie ist das bereits das komplette Pflegeprogramm.
 
Stell dir aber einmal vor, du würdest das mit deinen eigenen Kopfhaaren machen. Bedenkt man, dass Barthaar von Natur aus borstiger, drahtiger und trockener ist als das Haupthaar - besonders wenn die natürliche Talgproduktion der Haut im Alter nachlässt -, braucht es umso intensivere Feuchtigkeit und Pflegestoffe, um geschmeidig zu bleiben.
 
Ich kann dir ein paar bewährte Profi-Tipps empfehlen, damit der Schnauzbart deines Mannes schnell wieder spürbar weicher wird:
 
• Achte darauf, wie er trimmt: Wenn man die Konturen direkt an der Lippenlinie stumpf gerade abschneidet, entstehen bei borstigem Haar scharfe, flache Kanten. Das fühlt sich für ein bis zwei Tage an wie kleine Nadelstiche. Er sollte am besten eine präzise Bartschere oder einen Trimmer nutzen. Danach empfiehlt es sich, den Schnauzbart gründlich mit einer Wildschweinborsten-Bartbürste auszubürsten, um die frisch geschnittenen Kanten abzurunden und lose Haare zu entfernen.
 
• Verzichte auf normale Seife: Klassische Stückseifen und scharfe Gesichtsreiniger entziehen dem Haar seine natürlichen Lipide, wodurch sich das drahtige Barthaar wie Stroh anfühlt. Er sollte lieber zu einem milden Beard Wash (einem speziellen Bartshampoo) greifen, das die Haarstruktur schont und weder Haar noch Haut austrocknet.
 
• Nutze spezielles Bartöl oder Bartbalsam: Während ein klassischer Aftershave-Balsam hauptsächlich dazu da ist, die Haut nach der Rasur zu beruhigen, sind Bartöl oder ein Leave-in-Bartbalsam (Beard Balm) mit hochwertigen Pflanzenölen wie Jojobaöl, Arganöl oder Sheabutter speziell dafür entwickelt, tief in das widerspenstige Barthaar einzudringen. Ein paar Tropfen täglich direkt nach einer warmen Dusche einzumassieren und einzukämmen (wenn die Poren und die Schuppenschicht der Haare noch geöffnet sind), wirkt oft Wunder.
 
• Probiere Intensiv-Pflegekuren aus: Legt man für ein paar Minuten ein warmes, feuchtes Handtuch auf den Schnauzbart, öffnet sich die Schuppenschicht optimal. Wenn er danach einmal pro Woche einen pflegenden Beard Conditioner, eine Beard Butter oder ein warmes Bartöl einarbeitet, bewirkt das selbst bei sehr borstigen Haaren wahre Wunder.
 
Es kann ein bis zwei Wochen konsequenter Pflege dauern, aber sobald er sich an eine Routine aus mildem Waschen und täglichem Conditioning gewöhnt hat, wirst du schnell einen Unterschied spüren und seinen Schnauzbart wieder als deutlich angenehmer empfinden.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Bart und Schnurrbart