Schlankmachender Haarschnitt

A: Die wichtigste Grundregel bei einem runden Gesicht lautet: Vertikale Akzente setzen, um die Gesichtsform optisch in die Länge zu ziehen und ovaler wirken zu lassen. Das bedeutet konkret: Höhe und Volumen am Oberkopf, eventuell etwas Fülle in den Längen, aber an den Seiten so wenig Volumen wie möglich.
Da dein Haar glatt ist und knapp über die Schulter reicht, hast du bereits die perfekte Ausgangslage. Du musst dein Haar weder radikal kurz schneiden noch ewig lang wachsen lassen. Im Gegenteil: Schulter- bis schlüsselbeinlanges Haar - allen voran ein klassischer Long Bob - bildet einen idealen vertikalen Rahmen, der den Hals optisch streckt. Wenn du deine aktuelle Länge magst, reicht es oft schon aus, die Form durch gezielte Stufen anzupassen.
Was du vermeiden solltest:

• Kompakte Kanten auf Kinn- oder Kieferhöhe: Ein stumpf geschnittener Look auf Höhe der breitesten Stelle deines Gesichts betont die Breite wie ein Textmarker.
• Kompakter, gerader Pony: Ein schwerer Pony teilt das Gesicht optisch waagerecht, verkürzt die Stirn und lässt die Wangen noch breiter wirken.
• Zu viel Volumen an den Seiten: Vermeide breite Fülle oder Locken, die auf Wangenhöhe nach außen aufbauen.
Was deine Frisur braucht:

• Gesichtsumrahmende Stufen: Stufen, die erst unterhalb des Kinns ansetzen, bringen Dynamik ins Haar und bewahren eine streckende Linie nach unten.
• Strategische Scheitelführung: Ein tiefer Seitenscheitel bricht die Symmetrie auf und schafft Höhe am Oberkopf. Wenn du einen Mittelscheitel bevorzugst, kombiniere ihn am besten mit Curtain Bangs oder einem weichen, seitlichen Pony, der unterhalb der Wangenknochen ausläuft.
• Personalisierte Textur & Slicen: Bitte deinen Stylisten, durch Techniken wie Slicen oder Effilieren Gewicht aus dem Innenleben des Haares zu nehmen, anstatt zu kurze Außenstufen zu schneiden. So fällt dein glattes Haar an den Seiten schön schmal ab.
Falls du Lust auf eine Veränderung hast, schließe Kurzhaarfrisuren nicht aus! Ein Short Cut mit texturiertem Stand oben und eng am Kopf anliegenden Seiten kann ein rundes Gesicht sogar noch stärker strecken als langes Haar. Wichtig ist dabei nur: Volumen am Oberkopf behalten, die Seiten schmal führen und keinen kompakten Helm-Effekt entstehen lassen.
Du hast also jede Menge Spielraum. Egal ob du deine aktuelle Länge zu einem eleganten Lob ausarbeiten lässt oder dich an einen mutigen Pixie wagst; der Schlüssel liegt immer in der Höhe am Oberkopf und einem weichen, vertikalen Rahmen.
©Hairfinder.com
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Frisuren