Schluss mit dem strammen Scheitel

Frau mit Kurzhaarschnitt und Scheitel
Bild: Giulio Fornasar/Shutterstock
F: Ich habe gefühlt schon ewig diesen extrem hartnäckigen, geraden Scheitel und habe langsam echt genug davon. Ich würde mir am liebsten einfach mit der Hand locker nach hinten durchs Haar fahren können, ohne dass sofort wieder diese auffällige Linie entsteht. Kann man das Haar an eine andere Richtung gewöhnen? Was ist der beste Weg, um diesen Scheitel endlich dauerhaft loszuwerden?
 
A: Damit bist du definitiv nicht allein! Viele kämpfen mit einem hartnäckigen Haarwirbel oder einer natürlichen Wuchsrichtung, die einfach nicht weichen will. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Föhntechnik und etwas Geduld kannst du deinem Haar den gewohnten Scheitel Schritt für Schritt austreiben.
 

Waschen & Föhnen

Der effektivste Weg beginnt schon am Waschbecken. Nach Shampoo und Conditioner spülst du dein Haar gründlich aus und fängst direkt an, das gewohnte Scheitelmuster zu durchbrechen. Fahre noch unter dem laufenden Wasser mit den Fingern durchs Haar und schiebe es kreuz und quer in verschiedene Richtungen. Im nassen Zustand sind die Wasserstoffbrückenbindungen im Haar gelöst. Dadurch ist es besonders formbar und lässt sich am leichtesten umerziehen.
 
Direkt nach dem Waschen geht die eigentliche Arbeit loss. Schnapp dir deinen Föhn mit Zentrierdüse und stelle ihn auf mittlere Hitze. Beim Föhnen fährst du mit einer Skelettbürste oder einfach den Fingern über die Scheitellinie und bürstest das Haar abwechselnd nach links, nach rechts und nach hinten.
 
Föhne das Haar wirklich zu 100 % trocken. Wenn du auch nur eine Restfeuchtigkeit von 10 oder 20 % an der Luft trocknen lässt, zieht sich das Haar sofort wieder in seine alte Rille zurück. Sobald der Ansatz komplett trocken ist, fixierst du den Look mit der Kaltstufe deines Föhns. Hitze verformt das Haar, aber erst die Kaltluft fixiert die Umformung und versiegelt die neue Richtung.
 

Konsequenz ist alles

Diese Umgewöhnung braucht echtes Durchhaltevermögen. Wenn du den Scheitel schon jahrelang trägst, hat das Haar ein regelrechtes Formgedächtnis entwickelt. Oft spielt auch ein ausgeprägter Wirbel an der Kopfhaut eine Rolle. Um dieses Muster zu brechen, musst du meist zwei bis sechs Wochen lang konsequent am Ball bleiben.
 
Über Nacht kannst du den Prozess beschleunigen. Bürste dein Haar im trockenen Zustand komplett nach hinten und fixiere es locker mit einem weichen Seidenscrunchie, flachen Abteilklammern (die keine Knicke hinterlassen) oder einem breiten Haarband. So bleibt der Ansatz auch im Schlaf in Richtung Rückwärts-Shape ausgerichtet.
 
Während dieser Umstellungsphase helfen dir zielgerichtete Stylingprodukte. Ein flexibler Schaumfestiger im feuchten Ansatz gibt Halt, ohne zu verkleben. Auch spezielle Ansatz-Volumensprays oder Trockenshampoo wirken Wunder. Sie sorgen für sofortigen Ansatzstand, sodass die Schwerkraft das Haar nicht wieder in die alte Scheitellinie zieht.
 

Hol dir Hilfe vom Profi

Wenn du schon seit Wochen alles gibst und sich das Haar trotzdem weigert, hilft ein Besuch im Salon. Ein erfahrener Stylist kann die Wuchsrichtung und die Wirbel an deiner Kopfhaut genau analysieren und den Haarschnitt anpassen; zum Beispiel durch gezieltes Stufen oder Effilieren.
 
Wenn das Gewicht der Haare clever verteilt ist, fällt das Haar viel weniger leicht in die alte Scheitellinie zurück und du bekommst genau diesen Sweep-Back-Look, den du dir wünschst.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarstyling