Hoher Pferdeschwanz und Kopfschmerzen

A: Ich vermute, dass du entweder sehr dicke, sehr lange oder einfach eine empfindliche Kopfhaut hast. Sowohl dicke als auch lange Haare sorgen oft für Unbehagen, wenn man sie als Pferdeschwanz trägt; besonders oben am Hinterkopf oder am Oberkopf. In dieser Position zieht das gesamte Gewicht der Haare an einer recht kleinen Stelle der Kopfhaut, was eine enorme punktuelle Zugspannung erzeugt.
Es gibt aber einige Möglichkeiten, wie du die Beschwerden lindern kannst, ohne auf den einheitlichen Look für deine Tanzgruppe zu verzichten:
• Sprich mit deiner Tanztrainerin über Alternativen: Es ist absolut verständlich, dass ein einheitliches Erscheinungsbild gewünscht ist, aber vielleicht gibt es akzeptable Varianten. Ein sauber gesteckter Dutt, ein eingeflochtenes Element oder eine gedrehte Hochsteckfrisur verteilen das Gewicht auf eine viel größere Fläche deiner Kopfhaut. Das reduziert den punktuellen Zug enorm.
• Wechsle deine Haargummis: Verabschiede dich von dünnen Standard-Elastikbändern oder Modellen mit Metallverbindungen. Steige stattdessen auf Spiral-Haargummis, dicke Mikrofaser-Scrunchies oder Seidenhaargummis um. Spiralgummis verteilen den Druck ungleichmäßig um die Basis des Pferdeschwanzes, anstatt das Haar an einer einzigen Linie einzuschnüren. So sitzt die Frisur bombenfest, aber mit deutlich weniger Spannung.
• Nicht im feuchten Zustand straffziehen: Nasses oder feuchtes Haar ist viel elastischer und neigt dazu, beim Binden zu überdehnen. Frisiere deine Haare für das Tanzen immer erst, wenn sie komplett trocken sind. Sonst entsteht unbemerkt eine extreme Spannung, sobald das Haar trocknet und sich wieder zusammenzieht.

• Gönne deiner Kopfhaut kleine Pausen: Binde den Pferdeschwanz nie strammer als unbedingt nötig. Wenn ihr stundenlang probt, nimm das Haargummi in den Pausen kurz heraus, damit sich deine Kopfhaut erholen kann.
• Erholung nach dem Tanzen: Massiere deine Kopfhaut nach dem Öffnen des Pferdeschwanzes sanft, um die Durchblutung anzuregen und verbliebene Muskelverspannungen zu lösen. Eine kühle Kompresse im Nacken oder eine warme Kompresse auf der Kopfhaut kann gereizte Nerven ebenfalls schnell beruhigen.
• Achte auf die langfristige Gesundheit deiner Kopfhaut: Wenn Haare über lange Zeiträume hinweg ständig straff zurückgezogen werden, kann das zu Traktionsalopezie führen; also zu Haarausfall durch dauerhafte Zugbelastung entlang des Haaransatzes. Wenn du merkst, dass das Haar an deiner Stirn oder den Schläfen dünner wird, ist das ein klares Zeichen dafür, dass deine Haare und deine Kopfhaut dringend eine Pause brauchen.
Der „Doppel-Pferdeschwanz“-Trick
Wenn ein strenger, hoher Pferdeschwanz Pflicht ist, versuche diese Technik zur Gewichtsverteilung:1. Teile eine kreisförmige Partie am Oberkopf ab (nur den Wirbelbereich). Binde diese Partie an der gewünschten Stelle oben am Kopf zu einem ersten Pferdeschwanz und fixiere ihn noch etwas lockerer.
2. Nimm nun das restliche, untere Haar zusammen, kämme es glatt um den ersten Pferdeschwanz herum und sichere es mit einem zweiten Haargummi direkt an der Basis des ersten.
3. Alternativ kannst du dein Haar in eine obere und eine untere Hälfte teilen. Binde die untere Hälfte zu einem mittelhohen Pferdeschwanz und befestige die obere Hälfte direkt darüber.
Dadurch wird das Gesamtgewicht deines Haares auf mehrere Verankerungspunkte verteilt, anstatt die gesamte Belastung auf einer kleinen Stelle zu bündeln. Der Pferdeschwanz bleibt hoch und stabil, nimmt aber spürbar den Druck von deiner Kopfhaut.
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarstyling