Haargummis und Haarbruch

Pferdeschwanz-Halter
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F: In der Orientierungsstufe war mein Haar noch richtig dick und voll. Als ich dann auf die weiterführende Schule kam, wurden die Haare in der Mitte plötzlich deutlich kürzer als der Rest. Ich verstehe gar nicht, was da passiert ist. Kommt dieser Haarbruch davon, dass ich ständig einen Pferdeschwanz trage, oder steckt etwas anderes dahinter? Und was kann ich tun, damit die abgebrochenen Haare wieder genauso lang nachwachsen wie der Rest?
 
A: Was du beschreibst, klingt tatsächlich nach klassischem Haarbruch durch Haargummis. Wenn das die Ursache ist, ist die Lösung zum Glück ganz einfach: Geh schonender mit deinem Haar um und gib den beanspruchten Partien Zeit, sich zu erholen.
 
Ein Pferdeschwanz an sich ist nicht das Problem, aber das Styling macht den Unterschied. Wenn du das Haar jeden Tag an genau derselben Stelle stramm zurückbindest, setzt du den Haarschaft einer Dauerbelastung aus. Mit der Zeit schwächen die ständige Reibung und die Zugspannung die Haarstruktur, sodass das Haar schlichtweg abbricht. Das führt dann genau zu diesen kürzeren Strähnen; meist mitten in den Längen, wo das Haargummi sitzt.
 

Smarte Styling-Tipps

• Schonende Haargummis: Nutze metallfreie Haargummis wie Scrunchies aus Seide oder Satin sowie Spiral-Haargummis. Wickel sie niemals zu stramm um, damit kein unnötiger Zug auf der Kopfhaut und den Längen entsteht.
 
• Nie im nassen Zustand binden: Binde dein Haar niemals zum Pferdeschwanz zusammen, wenn es noch nass oder feucht ist. Nasses Haar dehnt sich stark aus, ist extrem instabil und reißt unter der Spannung des Haargummis um ein Vielfaches schneller.
 
• Position variieren: Wechsele täglich die Höhe deines Pferdeschwanzes (hoher, mittelhoher oder tiefer Pferdeschwanz), damit nicht immer dieselbe Stelle belastet wird.
 
• Schonende Alternativen: Trage öfter mal lockere Frisuren. Zum Beispiel einen locker geflochtenen Pferdeschwanz, einen Messy Bun oder lass das Haar einfach komplett offen.
 
Verschiedene Pferdeschwanz-Positionen: hoch, mittelhoch und tief
 

Feuchtigkeit und richtige Haarpflege

Eine gezielte Haarpflege ist jetzt das A und O. Verwende nach jeder Wäsche einen Feuchtigkeits-Conditioner. An Tagen, an denen du kein Shampoo nutzt, kannst du die Längen trotzdem mit etwas Spülung pflegen.
 
Intensivkuren und Bond-Repair-Treatments helfen dabei, die Haarfaser von innen heraus zu reparieren und die Disulfidbrücken wieder aufzubauen. Ein Leave-in-Conditioner und ein Haaröl oder Anti-Frizz-Serum versiegeln die Schuppenschicht, erleichtern das Entwirren und minimieren Haarbruch beim Ausbürsten.
 

Weitere Ursachen für Haarschädigung

Achte zusätzlich auf diese typischen Auslöser im Alltag:
 
• Reibung in der Nacht: Wenn du mit festem Pferdeschwanz schläfst oder auf rauen Baumwoll-Kissenbezügen liegst, entsteht nachts extreme Reibung. Ein Umstieg auf einen Seiden- oder Satin-Kissenbezug schützt das Haar effektiv.
 
• Mechanische & chemische Belastung: Zu heißes Föhnen oder Glätten ohne Hitzeschutz, Trockenrubbeln mit dem Handtuch, grobes Entwirren sowie chemische Behandlungen wie Blondierungen, Dauerwellen oder Färbungen begünstigen Haarbruch massiv.
 

Wie lange dauert die Regeneration?

Die gute Nachricht: Wenn deine Haarfollikel intakt sind und es sich rein um Haarbruch handelt (und nicht um krankhaften Haarausfall an der Wurzel), wachsen die kürzeren Partien wieder vollständig nach.
 
Haar wächst im Schnitt etwa 1 bis 1,5 cm pro Monat. Eine sichtbare Angleichung der Längen braucht also etwas Geduld und regelmäßiges Spitzenschneiden. Solltest du jedoch lichte Stellen direkt an der Kopfhaut oder verstärkten Haarausfall bemerken, lass das am besten von einem Dermatologen abklären, um hormonelle Ursachen oder Nährstoffmängel auszuschließen.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch:
 
Wie erkenne ich beschädigtes Haar?
 
Wie erkenne ich brüchiges Haar?