Ärmel hochschieben

A: Es ist nicht nur okay, sondern mittlerweile so beliebt, dass es dafür sogar einen eigenen Begriff gibt: „Zhuzhing“. Während das Wort allgemein das feine Nachstylen von Kleidung oder Accessoires bezeichnet, meint es bei Hemden meist das lässige Hochschieben der Ärmel.
Das Hochschieben sorgt außerdem für ein entspannteres Finish. Eine klassische Hemdbluse wirkt schnell einmal zu steif, aber leicht hochgeschoppte Ärmel verleihen ihr sofort einen lässigen, nahbaren Touch. Es ist ein einfaches Styling, das genauso gut zu Jeans wie zu Stoffhosen, Röcken oder Shorts passt.

Am besten wirkt der Look, wenn er gewollt und nicht unordentlich aussieht. Statt den Stoff ungleichmäßig zu knittern, schiebst du die Ärmel so hoch, dass sie sich ganz natürlich am Unterarm oder knapp unter dem Ellenbogen fälteln. Wenn der Stoff sehr rutschig ist (wie Seide oder Satin), schlag den Saum ein- oder zweimal locker um, bevor du ihn hochschiebst. So hält das Ganze besser. Manche Blusen haben dafür sogar integrierte Riegel zum Fixieren.
Auch Material und Schnitt spielen eine Rolle. Feste Baumwolle, Leinen, Chambray oder leichter Jeansstoff eignen sich perfekt zum Hochraffen. Blusen mit etwas Weite am Arm lassen sich geschmeidiger stylen als sehr eng anliegende Modelle, die beim Hochschieben spannen oder klobige Falten werfen.

Wichtig ist nur, es mit den Retro-Tricks nicht zu übertreiben. Hochgeschoppte Ärmel waren in den 80ern extrem angesagt, zusammen mit Toupier-Mähnen und hochgestelltem Kragen. Ein einzelnes Retro-Element im modernen Outfit wirkt cool, aber du solltest nicht aussehen wie direkt aus einem anderen Jahrzehnt entsprungen. Kombiniere hochgeschoppte Ärmel einfach mit zeitgemäßen Schnitten und Accessoires, damit der Look frisch bleibt.
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